Mietminderung und Mietmängel aus Sicht von Vermietern und Vermieterinnen

In welchen Fällen ist eine Mietminderung möglich?

Laut Paragra536 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) hat ein Mieter bzw. eine Mieterin generell das Recht auf eine Mietminderung. Voraussetzung ist hierfür, dass ein Mangel an der gemieteten Wohnung oder dem Mietshaus den vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache deutlich einschränkt. Grundsätzlich ist es dabei unerheblich, ob nun der Vermieter bzw. die Vermieterin für den Mangel verantwortlich ist oder nicht.

Typische Beispiele für Mietminderungen:

  • Schäden durch Schimmel und Feuchtigkeit,
  • Ausfall der Heizung in den Wintermonaten,
  • Lärmbelästigung, z.B. durch Bauarbeiten oder Nachbarn und Nachbarinnen,
  • Geruchsbelästigung, z.B. durch ein Restaurant in der Nachbarschaft.
Ordner mit Aufschrift Mietminderung - Mietrecht Berlin

Was kann man gegen eine Mietminderung unternehmen?

Grundsätzlich sind für den Vermieter bzw. die Vermieterin im Falle einer Mietminderung durch den Mieter bzw. die Mieterin zwei Schritte zu empfehlen:

  1. Die Berechtigung der Mietminderung zu überprüfen.
  2. Die Durchführung der Mietminderung zu prüfen.

Schritt 1: Überprüfung der Berechtigung der Mietminderung

Zwingende Voraussetzung für eine Mietminderung ist immer, dass es zu einer erheblichen Einschränkung beim Gebrauch des Wohnraums für den Mieter oder die Mieterin gekommen ist. Ein tropfender Wasserhahn oder eine Zimmertür, die nicht richtig schließt, sind Bagatellschäden und zählen nicht zu den Gründen, die eine Mietminderung rechtfertigen.

Ebenso kann die Mietpartei keine Mietminderung verlangen, wenn der jeweilige Mangel bereits bei Abschluss des Mietvertrages bekannt war und sie ihn hingenommen hat. Zudem ist eine Mietminderung ausgeschlossen, wenn der Mangel durch einen unsachgemäßen Gebrauch der Mietsache durch den Mieter oder die Mieterin herbeigeführt wurde.

Mietvertrag für eine Wohnung mit Wohnungsschlüssel - Kanzlei für Mietrecht in Berlin-Wilmersdorf, Rechtsanwalt Uwe Heichel

Schritt 2: Durchführung der Mietminderung prüfen

Im zweiten Schritt gilt es für den Vermieter bzw. die Vermieterin zu prüfen, ob die Mietminderung korrekt durchgeführt wurde. Wichtig hierbei ist: Mieter und Mieterinnen können die Miete nicht nach eigenem Ermessen mindern und müssen dem Vermieter bzw. der Vermieterin zuvor die Gelegenheit geben, den jeweiligen Minderungsgrund zu beseitigen.

Zudem befindet sich der Mieter bzw. die Mieterin in der Beweislast, was den Grund für die Mietminderung angeht – beispielsweise in Form eines Lärmprotokolls, wenn etwa eine Lärmbelästigung vorliegt. Für den Vermieter bzw. die Vermieterin muss also nachvollziehbar sein, warum die mietende Partei eine Mietminderung anstrebt.

Nicht immer ist der Sachverhalt eindeutig, wenn es um das Thema Mietminderung durch einen Mieter oder eine Mieterin geht. Sollte er oder sie mit einer Minderung der Miete drohen, ist es am besten, sich fachlichen Rat einzuholen, beispielsweise bei Uwe Heichel, Ihrem Rechtsanwalt für Wohnungseigentumsrecht in Berlin-Charlottenburg.

Mietvertrag und kleines rotes Haus - symbolisch für Mietrecht

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